histogramm

Wie Belichtest du deine Bilder mit hilfe des Histogramm?

Weder die Belichtungswaage, noch das Bild deines Kamera Display zeigen dir, ob dein Foto korrekt Belichtet ist. Nur mit Hilfe des Histogramms kannst du die Belichtung richtig einschätzen.

Weder die Belichtungswaage, noch das Bild deines Kamera Display zeigen dir, ob dein Foto korrekt Belichtet ist.

Nur mit Hilfe des Histogramms kannst du die Belichtung richtig einschätzen.

Den dein Foto sieht schon anders aus wenn du die Helligkeit deines Displays änderst.

Was das Histogramm ist und wie du es für deine Fotografie am besten nutzt verrate ich dir hier.

Was ist das Histogramm?

Das Histogramm zeigt dir Grafisch die Helligkeitsverteilung deines Fotos an.

Auf diese weisse kannst du beurteilen ob dein Bild zu hell oder zu dunkel geworden ist.

Da im Histogramm alle Pixel deines Fotos nach Helligkeit sortiert werden kannst du sehr gut feststellen wie ausgewogen deine Belichtung ist.

Die Werte fangen von schwarz auf der Linken Seite an und wandern nach Rechts in die Hellen werte.

histogramm

Je mehr Pixel eine bestimmte Helligkeit aufweisen, desto höher wird dir dieser Bereich im Histogramm angezeigt.

Dadurch entsteht eine Art „Berglandschaft“.

Den größten teil werden die Mittelwerte ausmachen, aber auch der Rand an beiden seiten ist sehr wichtig.

Du solltest versuchen keinen der beiden Außenbereiche deines Histogramms zu berühren Bzw. einen hohen aus schlag haben.

Warum ist das so wichtig?

Ab hier gehen dir ganz klar Bildinformationen verloren.

Im Linken Rand werden die Bildbereiche tief Schwarz. Diese kannst du zwar mit etwas Aufwand noch retten, allerdings nur mit extremen Qualitätsverlust.

Dabei kommt es zu starkem Rauschen und auch zu Farbverschiebungen, wenn du sehr stark aufhellst.

Sollten also viele oder wichtige Bildelemente sehr nah oder genau an dieser grenze sein, wirst du das Bild nur mit viel Aufwand vielleicht noch retten können.

Anders als bei den Schwarzen Bildbereichen ist es auf der Rechten Seite.

Schlägt hier dein Histogramm an,bekommst du keine Bildinformationen mehr zurück. Diese Bereiche sind ausgebrannt!

Das einzige was dabei raus kommt ist ein Grauer Brei. Solltest du Glück haben und die stelle ist relativ klein, kannst du den teil umfärben damit es nicht so sehr auffällt.

Du merkst also, als Fotograf solltest du den rechten Rand deines Histogramms meiden, wie der Teufel das Weihwasser.

Ironischer weisse gibt es aber eine Regel, die deinen Bildern genug Bildinformationen in den Dunklen Bereichen erzeugen, ohne Rauschen zu erzeugen.

Nennen wir es mal: BNR- Belichte nach rechts

Wie Belichte ich mit dem Histogramm richtig?

Nach rechts zu Belichten ist sehr wichtig um so wenig Bildrauschen zu haben wie nur möglich.

Um zu verstehen wie weit du dabei gehen kannst, musst du deine Kamera gut kennen.

Den das Histogramm basiert immer auf einem JPG, egal ob du in RAW fotografierst, es wird immer ein JPG erzeugt um es dir auf dem Display anzuzeigen und das Histogramm zu erzeugen.

Da JPG weniger Bildinformationen haben durch die Kompression, wirst du bei einem RAW noch etwas mehr Luft noch oben haben.

Schlägt also dein Histogramm bei + 0,3 EV mehr an, kann es durchaus sein das du trotzdem noch Bildinformationen im Hellen Bereich hast wenn du es als RAW Format hast.

Diese Aufgabe kann dir keiner abnehmen und du musst selbst ein paar Test Bilder machen um festzustellen wie weit du gehen kannst.

Jede Kamera ist da ein klein wenig anders.

Doch warum solltest du jetzt so weit es geht nach rechts Belichten obwohl das Foto dann gar nicht mehr so toll aussieht?

Normal Belichtetes Bild:

Zu Dunkel Belichtetes Bild:

Zu Hell Belichtetes Bild:

Da liegt der Trick. Durch das etwas zu hell wirkende Bild hast du alle Informationen in den Schatten bereichen.

Bei deiner Bildbearbeitung kannst du nun die Belichtung soweit abdunkeln bis das Foto genau deiner Vorstellung entspricht.

Klar werden jetzt die Tiefen wieder zu dunkel, doch jetzt kannst du sie soweit aufhellen bis wieder genug Struktur vorhanden ist.

Das schöne dabei ist, dass es dabei nicht zu Rauschen beginnt, wie es sonst dazu gekommen wäre.

Versuche mal ein Bild so aufzunehmen wie du es dir vorstellst und eins mit BNR- Belichte nach rechts

Dann gleichst du diese von der Belichtung an und hellst die Tiefen auf.

Schnell wirst du feststellen das in den Schatten ein unterschied zu sehen ist.

Die frage, wie ein gutes Histogramm aussehen muss, hat mich sehr lange beschäftigt.

Als ich dann verstanden hatte wie man das Histogramm liest und versteht, hat sich die frage fast von alleine beantwortet.

Wie sieht ein gutes Histogramm aus?

Ein Perfektes Histogramm, komplett ausgefüllt, ohne an den Rändern zuviel Ausschlag zu haben und die meiste Information in der Mitte.

NEIN!

Das eine Perfekte Beispiel für ein gutes Histogramm gibt es genausowenig, wie es das Perfekte Motiv gibt.

Dein Motiv und dein Stil müssen sich darin wieder Spiegeln.

high key beispiel

Wären bei Bilder im Low-Key Stil mehr im Linken Bereich wiederfinden, sind Fotos bei High-Key mehr am Rechten Rand angesiedelt.

Wenn du darauf achtest, das deine Bilder nicht Über- oder Unterbelichtet sind, wird dein Foto schon ein sehr gutes Histogramm Haben.

Denn wie bei der  Low-key ist es sehr wahrscheinlich das die Meisten Bildinformationen im Linken Bereich zu finden sind und nur sehr wenige auf der Rechten Seite.

low key beispiel

Was du später in der Bildbearbeitung daraus machen möchtest, solltest du genau wissen.

Auch muss dein Histogramm nicht in jedem Bereich gut ausgefüllt sein.

Denn was dein Motiv nicht hergibt, kannst du nicht erzeugen, zumindest nicht beim Fotografieren.

Du solltest also dein Histogramm auf der rechten Seite halten um später genug Informationen zu haben.

Das wichtigste dabei ist, das du eine genaue Vorstellung hast von dem, wie dein Bild später aussehen soll.

Wenn du das nicht hast oder auf einer längeren reist bist, mache 2 Fotos.

Das erst so wie du es für richtig Belichtet empfindest und das Zweite nach BNR.

Ein Buch aus dem du mehr darüber erfahren kannst und aus dem ich ebenfalls viel gelernt habe ist von Thomas Hintze: Landschaftsfotografie

Schlusswort:

Du siehst also, mit Hilfe des Histogramms kannst du die Belichtung richtig einschätzen.

Was es dir nicht sagt ist, ob dir das Bild gefällt. Daher nutze es nur zur Überprüfung und sortiere nicht direkt alle Bilder auf Grund des Histogramms aus.

Worauf du noch achten solltest, findest du in meinem Beitrag: 6 1/2 Fotografie Fehler, die jeder Anfänger macht!

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und wenn er dir geholfen hat, schreib mir doch einfach etwas in die Kommentare.

 

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