Belichtungszeit

Wie stellst du die Belichtungszeit richtig ein?

Was bewirkt die Belichtungszeit und wie kannst du sie richtig einsetzen? Mit wenigen Tricks schaffst du mit leichtigkeit tolle Fotos.

Was bewirkt die Belichtungszeit und wie kannst du sie richtig einsetzen? Mit wenigen Tricks schaffst du mit Leichtigkeit tolle Fotos.

Hier erfährst du wie sie eingestellt wird und wie du sie effektiv nutzten kannst.

Was bedeutet eigentlich Belichtungszeit?

Einfach ausgedrückt, ist es die Zeit in der dein Bild belichtet wird.

Meistens wird es in Bruchteilen einer Sekunde angegeben und angezeigt, wie 1/60 , 1/125 ,1/250 usw.

Dabei ist die Zeit gemeint in der sich der Verschluss deiner Kamera öffnet und Licht auf deinen Sensor lässt.

Damit hast du also ein weiteres Element um deine Fotos richtig zu Belichten neben dem ISO und der Blende.

In den meisten Kameras lässt sich ein Bereich von 1/8000 bis 30sekunden wählen. Je nach Modell und alter variiert dieser Bereich natürlich.

Es wird hierbei immer mit einer Verdopplung oder Halbierung der Belichtungszeit gerechnet, den Blendstufen.

Verschlusszeit

Wenn du also deine Belichtungszeit von 1/125 auf 1/250 verringerst, halbierst du auch die Lichtmenge die auf deinen Sensor kommt, was also eine ganze Blenstufe wäre.

In den moderneren Kameras werden auch drittel oder sogar in halbstufen angezeigt. Diese kannst du bei einigen Modellen einstellen.

Bei einigen Kompaktkameras oder auch Handy ist die Belichtungszeit völlig frei wählbar wenn sie von der Automatik sind.

Manchmal werden diese Zeiten auch angezeigt, wie z.B. 1/324 . Das ist zwar sehr genau aber wird niemandem etwas bringen, wenn man den ISO oder die Blende anpassen möchte.

Welche Belichtungszeit ist nun die richtige?

Die richtige Belichtungszeit hängt immer davon ab, was und wie du etwas Fotografieren möchtest.

Ein sich schnell bewegendes Objekt fotografierst du am besten mit einer kurzen Belichtungszeit.

Zum Beispiel wenn du bei einem Springbrunnen das Wasser einfrieren willst, versuche es mit einer 1/4000 Belichtungszeit.

Bei sich nicht bewegenden Objekten, wie einem Berg, kannst du ruhig eine längere Zeit wählen.

Hier ist natürlich viel Übung wichtig, um gut einzuschätzen, welche Belichtungszeit du brauchst.

Schliesslich bedeutet eine kurze Verschlusszeit auch, das du mehr Licht durch Blende und ISO brauchst, am besten wäre viel Sonnenschein oder ein guter Blitz.

Mit einer längeren Belichtungszeit hast du die Möglichkeit, auch bei wenig Licht zu fotografieren und dein Bild zu gestalten.

Aber Vorsicht, ab einem bestimmten Wert, den ich dir später erkläre, kannst du nicht mehr aus der Hand fotografieren.

lichtstreifen

Ein Stativ oder wenigstens eine stabile Unterlage für deine Kamera wird dann nötig.

Das entschleunigt und du musst dir mehr Zeit nehmen, aber genau das macht für mich den Reiz aus.

So kannst du Beispielsweise einen Berg mit sich relativ schnell bewegenden Wolken zu etwas sehr faszinierenden machen.

Wenn die Wolken am Himmel verwischt sind, aber dein Hauptmotiv der Berg immer noch klar ist, wirst du selber erstaunt sein über dein Foto.

Am Tage ist es allerdings immer zu hell, daher empfehle ich dir einen ND-Filter zu verwenden, dieser dunkelt das Bild ab und ermöglicht es dir eine längere Belichtungszeit zu wählen.

Interessant wird es auch, wenn du deine Kamera an einer gut befahrenen Strasse stabil befestigst.

Bitte renne aber nicht auf die Strasse, sondern achte darauf das du mit gutem Abstand fotografierst und leicht erkennbar für Autofahrer gekleidet bist.

Stelle den ISO Fest auf einen Wert von 100, dann stelle ca. 5-10sec Belichtungszeit ein und eine fest vorgegebene Blende, am besten nicht zu offen.

Dann wirst du, sobald mehrere Autos kommen den Auslöser drücken und nach wenigen Sekunden ein tolles Foto haben, in dem du nur die Lichstreifen der Autos hast.

Auch ich war, als ich meine erste Kamera am Anfang hatte,sehr fasziniert von diesen Bildern.

Du siehst also, mit der Belichtungszeit hast du ein Wichtiges Element in deiner Bildgestaltung.

Es gibt noch so einige Tricks, die ich dir in einen anderem anderen Artikel genauer erkläre.

Das ist aber Unscharf und Verwackelt!

Jetzt kommen wir zu dem Teil, der sehr wichtig ist um gestochen Scharfe Bilder zu bekommen.

Klar muss der Fokuspunkt richtig gesetzt sein und du musst auf die Blende achten, aber wenn du die Belichtungszeit wild hin und her verstellst, wird dir auch das nicht viel nützen.

Deine Senorgröße und die Brennweite deine Objektives sind hier entscheidend.

Denn auch wenn du glaubst, eine ruhige Hand zu haben, still ist sie nie und bewegt sich immer minimal.

Als Faustregel gilt hier: die Belichtungszeit sollte nie länger sein als deine Brennweite deines Objektives.

An eine ASP-C mit dem Crop Faktor 1,6 (Canon) wären also 50mm x 1,6 = 80mm.

Das heisst du darfst nicht länger wie 1/80 Belichten. Sollte dieser Wert nicht einstellbar sein, dann stelle auf die nächst kürzere Zeit ein wie 1/125.

Kamera auf stativ

Bei einer Vollformat Kamera wären 50mm natürlich auch 1/50 Belichtungszeit.

Hier musst du dich schlau machen welchen Sensor deine Kamera hat und wenn sie einen ASC-P Sensor hat, welchen Crop Faktor du zu beachten hast.

Dabei gilt es zu berücksichtigen, das jeder Mensch anders ist.

So kann es sein das es Leute gibt, die weitaus längere Belichtungszeiten einstellen können ohne zu verwackeln.

Andere hingegen, haben eine unruhigere Hand und müssen noch viel kürzer Belichten müssen.

Gerade bei Teleobjektiven kann das schnell zum Problem werden, da diese dadurch sehr lichtschwach werden.

Zumal du wahrscheinlich nicht ein paar tausend Euro teures Objektiv hast, und deine Offenblende erst bei f4 oder weniger anfängt.

Abhilfe ist dann meistens eine sehr kurze Belichtungszeit oder ein Stativ, auch ein Einbein kann da schon nützlich sein.

Und wozu brauche ich jetzt den Stabilisator?

Natürlich um dein Foto zu Stabilisieren.

Jeder Hersteller geht dabei seinen eigenen weg,mal wird der Sensor selber mit einem Stabilisator ausgerüstet, bei anderen ist er nur im Objektiv verbaut.

Bei Canon wird zum Beispiel nur in den Objektiven verbaut, was den oben aufgeführten Beispiel zur richtigen Belichtungszeit, sehr wichtig macht.

Den wenn du ein Objektiv ohne Stabilisator hast, solltest du dich daran halten, nicht zu lange aus der Hand zu belichten.

Ein Stabilisator sorgt dafür das du länger belichten kannst.

2 Blendstufen, auch 5 oder mehr sind möglich.

Mit einer Vollformat Kamera wären normalerweise mit einem 200mm Objektiv theoretisch nur 1/200 möglich.

Wenn du aber einen Stabilisator hast, kann dieser dir eine Belichtungszeit von 1/50 (2 Bendstufen) oder sogar 1/6 (5 Bendstufen) ermöglichen, obwohl du eine 200mm Brennweite hast.

Du siehst also was für ein Vorteil du hast mit einem Stabilisator. Einziger Nachteil ist nur, das dieser auch den Preis erhöht, egal ob er in der Kamera ist oder im Objektiv.

Sollte er, wie bei einigen Sony Kameras am Sensor sein, hast du den Vorteil, das du nicht mehr beim Objektivkauf darauf achten musst, einen Stabilisator drin zu haben.

Schlusswort

Nun hast du gelernt was es mit der Belichtungszeit auf sich hat.

Ich hoffe sehr, das du nun raus gehst und damit experimentierst, den darauf kommt es an.

Lernen und direkt ausprobieren.

Du kannst mir gerne ein Kommentar hinterlassen, wenn ich dir mit dem Artikel hilfreich war und welche Erfahrungen du mit der Belichtungszeit gesammelt hast.

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