fotografie fehler

6 1/2 Fotografie fehler, die jeder Anfänger macht.

Sicherlich kennst du das.

Du hast Spass an der Fotografie gefunden und bist fleissig am lernen.

Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem deine Bilder einfach nicht mehr besser werden und du unzufrieden bist mit deinen Fotos.

Selbst wenn du alles gelernt hast kommst du kaum weiter.

Meistens liegt das an einigen Fotografie Fehler die jeder, auch ich, durchmacht.

Diese Fehler schleichen sich heimlich ein wenn du dir nicht bewusst bist welche das sind.

Entweder fühlen sie sich intuitiv richtig an oder man hat bestimmte Sachen irgendwo gelesen und sofort für richtig empfunden.

Diese Fehler machst du erst dann nicht mehr, wenn du dich bewusst dafür entscheidest, anders zu fotografieren.

Es gibt natürlich mehr Fotografie Fehler, doch diese sind am häufigsten zu beobachten.

Worauf wartest du also? Leg los und kontrolliere dich selbst, ob du einen oder mehrere dieser Fehler bei dir findest.

Den nur aus Fehlern kannst du lernen!

1. Das Motiv in der Bildmitte platzieren

Du hast bestimmt schon vom Goldenen schnitt oder der Drittel Regel gehört.

Dabei geht es darum den Horizont und das Motiv nicht in der Mitte zu platzieren.

Die Drittel Regel ist die am verbreitetste, da sie fast immer im Handy mit eingeblendet wird und du sie auch in jeder Kamera im LiveView mit einblenden kannst.

Wenn du ein Landschaftsbild machst, solltest du versuchen den Horizont ungefähr auf eine Linie zu bringen.

Zum Beispiel ein Drittel Boden und zwei Drittel Himmel oder umgekehrt,

Auf diese Art wirkt dein Foto auf den Betrachter viel spannender.

motiv richtig platzieren

Genauso ist es auch, wenn du dein Motiv an einen der sich kreuzenden Linien positionierst.

Ähnlich ist es auch bei Portraits, wenn das Modell zum Beispiel aus dem Bild guckt und nicht in die Kamera.

Hier solltest du in Blickrichtung des Modells mehr Platz lassen.

Wenn nicht wirkt es fast so als ob die Person gegen eine imaginäre Mauer guckt.

Es gib aber auch ausnahmen die auf Grund der Symmetrie Mittig platziert, besser aussehen.

Darum wäre mein Tip hier, dich mehr mit dem Bildaufbau selbst zu beschäftigen.

2. Nicht gegen die Sonne Fotografieren

Wie oft kann man irgendwo lesen, das du bloß nicht gegen die Sonne fotografieren sollst.

Sätze wie: „das zerstört den Sensor“ , “ Deine Bilder werden immer zu dunkel“.

Vergiss diese Regel bitte sofort!

gegenlicht

Nur wenn du deine Belichtung nicht anpassen kannst wie mit dem Handy macht diese Sinn.

Denn diese extrem Situation erfordert deinen eingriff in die Belichtung, da der Belichtungsmesser einfach überfordert ist.

Du solltest Heller Belichten, als die Belichtungswaage dir vorschlägt.

Trau dich einfach mal Heller zu fotografieren und achte auf das Histogramm. Das die Sonne ausbrennt wirst du nie vermeiden können.

Durch das Streiflicht und den kaum vorhandenen schatten wirken deine Bilder viel Professioneller.

Solche Fotos müssen auch nicht immer Romantisch wirken. Mit leichtem Bodennebel im Wald kannst du eine Gespennstiche Wirkung erzeugen.

3. Kinder und Tiere Fotografierst du nicht auf Augenhöhe

Auch ein sehr häufiger Fotografie Fehler ist es Kinder oder Tiere von oben zu fotografieren.

Eine erhöhte Position beim Fotografieren sorgt dafür das dein Motiv nach oben gucken muss.

Diese Sichtweise sind alle gewohnt und wirkt nicht sehr interessant auf den Betrachter.

Viele Fotografen liegen nicht deshalb beim fotografieren im Dreck, weil sie Spass daran haben.

Vielmehr erzeugen sie so eine perspektivische Wirkung die es wert ist im Dreck zu liegen.

Bilder die auf Augenhöhe von Kindern oder Tieren gemacht werden, wirken viel näher, echter und persönlicher.

Sobald du dich auf Augenhöhe befindest musst du nur noch etwas Geduld aufbringen, den sobald du runter gehst werden die meisten Kinder oder auch Haustiere auf dich zukommen.

Nach kurzer zeit wirst du aber feststellen das die Bilder viel intensiver sind als von oben herab.

4. Du Fotografierst bei hochstehender Mittags Sonne

Von 11 bis 3 hat der Fotograf frei!

Diese Redewendung kommt daher, dass zur Mittagszeit das Licht nicht mehr optimal ist zum Fotografieren.

Das Licht ist sehr hart, der Kontrast ist extrem hoch und der Landschaft fehlt es dadurch an tiefe.

sonnenaufgang in den bergen

Helle Bereiche werden sehr hell und schatten sehr Dunkel.

Bei diesem hohen Dynamikumfang wird jede Kamera an ihre Grenzen stoßen.

Farben sehen ebenfalls nicht so schön aus, sondern eher ausgewaschen.

Personen bekommen einen unschönen schatten im Bereich der Augen und allgemein sieht das Gesicht nicht sehr schön aus, da die Haut fast weiß wirkt.

Vorallem im Sommer steht die Sonne extrem hoch und wir so zum Problem.

Am liebsten fotografiere ich dann 2-3 Stunden nach Sonnenauf- oder vor Sonnenuntergang.

Im Winter wirst du weniger Schwierigkeiten haben, da die Sonne den ganzen Tag über Tief steht.

Beachte das auch hier schon mal der Kontrast sehr hoch sein kann!

Aus diesem Grund empfiehlt es sich einen Verlaufsfilter zu nutzen.

Dieses Starterkit ist am Anfang sehr gut geeignet, da Professionelle Filter allein schon soviel kosten wie ein ganzes Starterkit.

Wenn du günstigere holst kann es schnell passieren das diese alles andere als Farbneutral sind

5. Immer aus deiner Augenhöhe Fotografieren

Es fühlt sich Normal an die Kamera in die Hand zu nehmen und aus der Augenhöhe zu Fotografieren.

Doch so ziemlich jeder sieht aus die Welt aus dieser Perspektive, doch änderst du die Perspektive, wird dein Bild plötzlich viel interessanter.

Manchmal reicht es schon in die Hocke zu gehen um deinem Foto eine ganz andere Wirkung zu geben.

perspektive aendern

Schliesslich siehst du nicht ohne Grund Fotografen die entweder weiter unten Fotografieren oder sich eine erhöhte Position suchen.

Alles was ausserhalb der Natürlichen Augenhöhe ist, wirkt sofort Spannender auf den Betrachter.

Aus diesem Grund solltest du dich intensiv mit deinem Motiv beschäftigen und auch mal mehr Perspektiven ausprobieren.

Nicht immer muss eine andere höhe gut sein, manchmal ist auch die Blickhöhe perfekt.

Trotzdem solltest du immer versuchen auch mal in die Hocke zu gehen um zu schauen ob nicht doch ein Interessantes Bild bei raus kommt.

Gerade in letzter Zeit sind Bilder aus der Vogelperspektive sehr beliebt, die mit hilft von Drohnen erreicht werden können.

Aber auch die sogenannte Frosch-Perspektive ist sehr beliebt.

Dabei solltest du mit deiner Kamera so tief runter gehen wie es geht.

Wenn du ein Stativ nutzt wäre es am besten, wenn du eins ohne Mittelsäule hast, ansonsten achte darauf das wie beim Rollei C6i die Mittelsäule umgedreht werden kann.

Experimentierte also ruhig mal öfter mit der Perspektive!

6. Du überlädst deine Bilder

Ein Fotografie Fehler den so ziemlich jeder gemacht hat am angefangen hat.

Ein kleines Waldstück neben einem See, ein paar hundert meter steht eine einsame Hütte und vor dir blüht eine Bergwiese.

Das alles auf ein Bild zu quetschen überlädt dein Foto so sehr, das dem Betrachter nicht klar wird, welches Element den jetzt dein Motiv ist.

Wenn all diese Motive dein Interesse erwecken haben sie es verdient in Szene gesetzt zu werden.

weniger ist mehr

Lasse soviel weg wie möglich!

Vorallem in der Landschaftsfotografie holt sich jeder ein Ultraweitwinkel-Objektiv, ohne sich mit der Komposition zu beschäftigen.

Mein Tip ist dabei sich das Foto genauer an zu gucken und es solange zu beschneiden (Croppen) bis das Motiv richtig zur Geltung kommt.

Oft wirst du dabei feststellen das es mit einem Leichten Teleobjektiv durchaus besser aussehen würde.

Beschäftige dich also intensiv mit deinem Bildaufbau und nutze auch mal deine Längeren Brennweiten.

6 1/2. Schlechte Bilder kommen von einer Schlechten Kamera

Dies ist zwar weniger ein Fotografie Fehler aber dennoch sehr weit verbreitet.

Den die Hersteller Möchten ja das du dir immer das neueste Modell kaufst.

Verständlich wenn du dir überlegst das ein gutes Objektiv mehrere Jahrzehnte halten kann wenn du es gut behandelst.

Genau aus diesem Grund solltest du aber genau bei deinem Objektiv mehr wert legen als einem Kamera Body.

Wie in meinem Artikel ob du dir eine Neue oder eine Gebrauchte Kamera kaufen solltest, rate ich dir nicht sofort das neueste Kamera Modell zu holen.

Mit eine Budget von ca. 2000€ würde ich mir eher eine Canon 5D MKII und ein EF 24-70mm F/1:4L IS USM holen, anstatt mir eine Teurere Kamera zu holen und eine Notlösung als Objektiv zu holen.

Natürlich muss es nicht Canon sein, den auch Nikon, Sony usw. haben ältere Modelle die immer noch Top Bilder machen.

Das wichtigste ist das du dich wohlfühlst und deine Kamera Intuitiv bedienen kannst.

Oder wie Ansel Adams Sagte:

„The single most important component of a camera is the twelve inches behind it!“

„Die wichtigste Komponente einer Kamera sind die zwölf Zoll dahinter!“

Schlusswort:

Jetzt liegt es an dir, deine Fotografie Fehler zu erkennen und zu korregieren.

Denn nur so wirst du deine Fähigkeiten weiter verbessern.

Schreib mir doch in einem Kommentar, welche dieser Fotografie Fehler du bei dir festgestellt hast.

Viel Spass beim umsetzen!

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